3D-Scan und Reverse Engineering eines 8,5MW Elektromotors
Nachbau eines 8,5-MW-Einbaustators für den Nuklearbereich, ohne vollständige Dokumentation: Wir haben die Ist-Situation gescannt und als native SOLIDWORKS-Modelle geliefert.
Steckbrief
| Kunde / Branche | Birr Machines AG, Kleindöttingen (elektrische Maschinen 50 kW bis 30 MW) |
| Bauteil | 8,5-MW-Einbaustator, ca. 2 × 2 × 2,5 m, ca. 35 m² Oberfläche erfasst |
| Scanner | Creaform MetraScan 750 | Elite mit HandyPROBE |
| Software | Design X, Übergabe nativ an SOLIDWORKS |
| Aufwand | 1 Tag Scannen, 2 Tage Reverse Engineering; Projektzeitraum 3 bis 5 Tage |
| Ergebnis | Parametrische CAD-Modelle mit Feature Tree, Abdeckungen direkt produktionsfähig |
Die Aufgabe
Die Birr Machines AG betreut unter anderem die weltweit installierte Basis der seit 55 Jahren gefertigten Maschinen von ABB und ehemals BBC. Sie wurde mit dem Nachbau eines 8,5-MW-Einbaustators im Nuklearbereich beauftragt.
Die Schwierigkeit: Das Stahlgerüst musste trotz mangelnder Dokumentation passend nachgebaut werden. Wir sollten die Ist-Situation aufnehmen und als 3D-Modell mit definierten Abmaßen aufbereiten.

Das Besondere
- Ein großes Objekt mit rund 2 × 2 × 2,5 m und ca. 35 m² zu scannender Fläche.
- Einzelne Stellen waren für den Scanner nicht zugänglich.
- Die angeschraubten Wickelkopf-Abdeckungen aus GFK mussten im eingebauten Zustand einzeln erfasst werden.
Unsere Lösung
Mit dem MetraScan 750 | Elite haben wir den Motor schnell, genau und mit hoher Auflösung erfasst. Unzugängliche Maße haben wir mit der HandyPROBE getastet und gemeinsam mit den Scandaten abgelegt.
Das Reverse Engineering des Stahlbaus und der Abdeckungen lief in Design X. Die Daten gingen parametrisch, mit Feature Tree und allen Maßen, als native SOLIDWORKS-Modelle an den Kunden. Dort lassen sich Scandaten und CAD-Modell überlagern, das lässt wenig Spielraum für Fehlinterpretationen.


Das Ergebnis
Nach einem Tag Scannen und zwei Tagen Reverse Engineering lagen die Modelle vor, danach folgten wie immer etwas Abstimmung und Korrektur. Die Daten der Abdeckungen wurden nach dem Auftragen der Wanddicke direkt für die Produktion verwendet.
Der Nutzen für den Kunden:
- Keine Maße mussten von Hand aufgenommen werden.
- Keine Anschaffung geeigneter Messwerkzeuge.
- Alle Abmessungen waren zeitnah maßstäblich im CAD-System.
- Per Falschfarbenvergleich ließ sich das gescannte Modell jederzeit mit den CAD-Daten abgleichen.


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